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Historie · Chronik

125 Jahre Musikverein “Einigkeit Olpe”

Gründerjahre - ab 1886
1888 - Gründerfoto Die Gründung des Musikvereins Olpe geht in erster Linie auf die Initiative von Herrn Wilhelm Höller aus Wachteln zurück. Im Einvernehmen mit Herrn Pfarrer Blümeling nahm er im Sommer 1886 mit Herrn Adolf Bosbach, Reudenbach Kontakt auf, um die Gründung des Vereins zu besprechen.
Adolf Bosbach, der Urgroßvater des jetzigen Ehrendirigenten, Hermann Josef Bosbach, hatte zusammen mit seinen vier Söhnen eine eigene Blaskapelle und hatte einige Erfahrung als Dirigent. Mit ihm war ein geeigneter Mann für die musikalische Führung des Vereins gefunden.
Ein anderes, noch größeres Problem war das Fehlen der Musikinstrumente. Herr Pfarrer Blümeling half wieder aus dieser Not und finanzierte die Anschaffung von 16 erstklassigen Blasinstrumenten.
Der Übungsraum des jungen Musikvereins befand sich in dem kleinen Häuschen zwischen der "Burg" und der Kirche, "et Küsters Hüschen" genannt, die älteren Bürger von Olpe werden sich bestimmt noch daran erinnern.

Schon ein Jahr nach der Gründung des Vereins fand der erste Dirigentenwechsel statt. Herr Adolf Bosbach übergab seinem Sohn Johann den Dirigentenstab.
Herr Pfarrer Blümeling wurde von Olpe nach Bachem versetzt. Am 21. Mai 1888 besuchte der Musikverein seinen Gönner in dessen neuer Pfarre. Anlässlich dieses Ausfluges wurde der Musikverein zum ersten Mal im Bild festgehalten.

In den Anfangsjahren beschäftigte sich der Musikverein hauptsächlich mit kirchlicher Musik. Es wurden aber auch schon Konzertstücke eingeprobt, die neben musikalischen Fähigkeiten auch technische Fertigkeiten verlangten.
Eines der Hauptprobleme des Musikvereins, das sich durch seine ganze Geschichte zieht, war die mangelnde personelle Besetzung. So schlugen die damals zweijährige Militärzeit und das Ausscheiden nach Heirat oder Abwanderung immer wieder Lücken in den jungen Verein. Es fanden sich jedoch stets bereitwillige junge Leute, die diese Lücken füllten. Hierbei ist an die Initiative der alten Mitglieder und besonders des Posaunisten Josef Arnold zu erinnern.
Josef Arnold wirkte über Jahrzehnte aktiv im Verein mit und war stets eine treibende Kraft im Vereinsleben.
ab 1893
Johann Bosbach führte den Dirigentenstab sechs Jahre lang. Dann wurde 1893 das Amt an Hubert Spiegel aus Unterbersten übergeben. Nach weiteren fünf Jahren wurde dann 1898 Johann Häck aus Olpe neuer Dirigent. Auch er führte den Verein nur relativ kurze Zeit. Ab 1904 leitete Hermann Kaiser aus Meiersberg die Probenarbeit und die Auftritte des Vereins.
Der erste Weltkrieg
Der erste Weltkrieg hinterließ auch im Musikverein Olpe tiefe Narben. Am Ende des Krieges wirkten im Verein nur noch fünf aktive Mitglieder mit. Diese fünf verbliebenen Mitglieder bemühten sich nun, den Verein mit jungen Kräften aufzustocken. Hugo Bosbach, Kuddenberg und Josef Arnold, Wiedenhof zeigten sich hierbei besonders bemüht. Hugo Bosbach richtete im Frühjahr 1919 eine Einladung an interessierte Bürger.
Zur Neugründung des Musikvereins trafen sich die verbliebenen Altmitglieder und interessierte Jugendliche in der Gastwirtschaft Robert Förster in Forsten.
Soweit bekannt, nahmen folgende Personen an dieser Versammlung teil: Hugo Bosbach, Kuddenberg; Josef Bosbach, Kuddenberg; Bernhard Röttgen, Forsten; Josef Peffeköver, Forsten; Hermann Neu, Sürth; Max Herweg, Holl; August Brochhaus, Oberbersten; Hubert Bosbach, Kaas; Hugo Eck, Dahl; Hermann Brochhaus, Kotterhof.
Auf dieser Versammlung legte sich der Musikverein den Namen "Einigkeit" zu. Da die Militärzeitpflicht entfallen war, konnte der Verein jetzt kontinuierlich aufgebaut werden. Die Proben fanden nun nicht mehr wie zuletzt in Gastwirtschaften, sondern in Privathäusern statt. Man hatte einfach zu wenig Geld, um in den Gastwirtschaften das übliche "Zehrgeld" zu entrichten.
Wie schon vor dem Krieg war es die Hauptaufgabe des Musikvereins "Einigkeit", kirchliche Feiern zu verschönern und bei den örtlichen Feierlichkeiten mitzuwirken.
ab 1920
1920 fand anlässlich der Herbstkirmes in Olpe das erste Konzert nach dem Kriege statt. Der Musikverein spielte in einem vom Schützenverein Süng ausgeliehenen Festzelt unter großer Beteiligung der Bevölkerung auf. Fest und Konzert wurden ein schöner Erfolg. Im nächsten Jahr wurde zur Kirmes wieder ein Zelt angemietet. Da die Mietkosten sehr hoch waren, entschlossen sich die Mitglieder des Musikvereins, ein eigenes Zelt anzuschaffen. Es wurde der "Zeltbauverein" gegründet, dessen treibendes Mitglied Herr Hermann Brochhaus war.
ab 1924
Hugo Bosbach und Musiker (1925) Ein bedeutsamer Einschnitt in die Geschichte des Musikvereins ereignete sich im Jahre 1924. Nach dem Krieg übernahm zunächst Herr Christian Orth aus Krautweg das Dirigentenamt. 1922 übergab er das Amt an Hugo Bosbach. 1924 wurde Josef Bosbach aus Reudenbach neuer Dirigent des Musikvereins "Einigkeit" Olpe. Josef Bosbach war der Sohn von Johann Bosbach und ein Enkel von Adolf Bosbach. Vater und Großvater hatten schon vor ihm als Dirigenten den Musikverein geleitet. Er stammte also aus einer sehr musikalischen Familie. Neben seinen angeborenen und als junger Musiker erweiterten musikalischen Fähigkeiten, verfügte er noch über eine solide theoretische Ausbildung, die er bei Organist Schäfer in Lindlar erhielt. Hugo Bosbach, damals schon fünf Jahre erster Vorsitzender, bildete zusammen mit seinem Vetter Josef Bosbach ein wohl einmaliges Gespann in der Geschichte des Musikvereins, das über Jahrzehnte segensreich wirkte.
ab 1930
Büchel (1931) 1930 war wieder ein wichtiges Jahr in der Vereinsgeschichte. Damals wurden auf einen Schlag sämtliche Musikinstrumente neu angeschafft. Die Instrumente wurden für insgesamt 2.000 RM bei der Firma Bohland & Fuchs aus Grahtz in Böhmen gekauft. Nun verfügte der Musikverein über ein gutes Instrumentarium, welches vor allem rein zu stimmen war. Bisher hatte die Qualität der Musikvorträge immer unter der unreinen Stimmung gelitten.
Bald schon trugen die Anschaffung der Instrumente und vor allem die fleißige Probenarbeit unter Josef Bosbach Früchte. 1932 nahm der Musikverein zum ersten Mal an einem Musikwettstreit teil, der in Kreuzberg ausgetragen wurde. Der Lohn für die fleißige Probenarbeit war der "erste Klassepreis" in der ersten Landesklasse. Hinzu kam noch, dass Josef Bosbach der Dirigentenpreis verliehen wurde. Im nächsten Jahr fand ein Wettstreit in Dieringhausen statt. Gern versuchte der Musikverein den Erfolg des Vorjahres zu wiederholen. Die Musiker erreichten einen ersten Rang in der zweiten Landesklasse, und Josef Bosbach wurde erneut mit dem Dirigentenpreis ausgezeichnet.
Der zweite Weltkrieg
Der zweite Weltkrieg traf den Musikverein nicht minder schwer als der erste Weltkrieg. Die musikalische Tätigkeit schrumpfte bis auf das Verschönern einiger kirchlicher Feiern durch die wenigen verbliebenen Musiker zusammen.
Nach dem Zusammenbruch des "Dritten Reiches" begann das Vereinsleben langsam wieder zu wachsen. Wie schon nach dem ersten Weltkrieg zeigte sich Hugo Bosbach besonders bemüht, den Verein wieder zusammenzuführen und zu stärken. Schon vier Jahre nach Kriegsende stand ein großes Fest ins Haus. Josef Bosbach konnte sein 25-jähriges Dirigentenjubiläum feiern. Aus diesem Anlass fand eine große Feier statt, bei der die Musiker für ihre langjährige Tätigkeit im Verein geehrt wurden.
ab 1951
Prozession in Kevelar (1952) Im Jahre 1951 nahm der Musikverein an einem Musikwettstreit in Thier teil. Es konnte der Erfolg von 1932 wiederholt werden; ein erster Rang in der ersten Landesklasse und zum dritten Mal der Dirigentenpreis für Josef Bosbach.
1952 trat eine Anzahl junger Musiker dem Verein bei. Wie schon seit gut 30 Jahren wurden auch diese jungen Musiker von Hugo Bosbach ausgebildet.
1953 trat Hugo Bosbach nach 34-jähriger ununterbrochener Tätigkeit als erster Vorsitzender von seinem Amt zurück und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Sein Amtsnachfolger wurde Werner Breidenbach aus Bilstein, der drei Jahre später von Leo Berger, Häcksbilstein abgelöst wurde.
Nun übernahm Hermann Josef Bosbach aus Reudenbach, der Sohn des damaligen Dirigenten die Ausbildung der jungen Musiker. Der Unterricht wurde zunächst im Gasthaus Haasbach, Olpe, später im Elternhaus von Hermann Josef Bosbach in Reudenbach erteilt. Qualitativ mag die damalige Ausbildung aufgrund der weniger guten Möglichkeiten gegenüber der heutigen Ausbildung in den Musikschulen nicht standhalten können, sie war jedoch sehr lustig, da sind sich die damaligen Schüler einig.
ab 1959
Gemeinschaftkonzert mit Dürscheid (1960) 1959 wurde Bruno Wichmann aus Olpe zum ersten Vorsitzenden gewählt. Er setzte sich dafür ein, dass der Verein in eine neue Uniform gekleidet wurde. So konnten sich die Musiker pünktlich zum 75-jährigen Vereinsjubiläum in den neuen Uniformen zeigen. Der 75. Geburtstag des Musikvereins wurde zur Herbstkirmes 1961 gefeiert. Der samstags stattfindende Festkommers wurde vom Kirchenchor "St. Cäcilia", Olpe und dem Musikverein musikalisch gestaltet.
Der Musikverein spielte u. a.: «Rosenkönigin» von J. Frank; «Über den Wellen» von Rosas; «In alter Frische» von Steinbeck.


Selbach (1961) Am Sonntag trafen die Nachbarvereine zu einem Freundschaftsspielen in Olpe ein. Folgende Vereine nahmen teil: Musikverein Thier, Schützenkapelle Dürscheid, Tambourcorps Dürscheid, Musikverein Offermannsheide, Tambourcorps Bechen, Schützenkapelle Wipperfeld, Tambourcorps Rath-Heumar und der Musikverein Wipperfürth.
Am 1. September dieses Jahres wurde dem Ehrenvorsitzenden Hugo Bosbach der Ehrenbrief für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft verliehen. Hugo Bosbach schied nun offiziell als aktives Mitglied aus dem Verein aus.
1962
1962 zog der Musikverein “Einigkeit” Olpe zum ersten Mal im Kölner Rosenmontagszug mit, was 14 Jahre lang zur Tradition werden sollte.
1963
Ausflug nach Rüdesheim (1963) 1963 nahm der Musikverein erneut an einem Musikwettstreit teil. Dieses “Wertungsspielen” fand im Rahmen des Landesmusikfestes in Wipperfürth statt. Als im Durchschnittsalter jüngste Kapelle, erreichte der Musikverein “Einigkeit” Olpe einen ersten Rang in der Mittelstufe. In diesem Jahr übernahm Winfried Cremer aus Nassenstein den Vorsitz des Vereins.

1965
Standartenwechsel Artur Höller (1965) 1965 trat Winfried Cremer dieses Amt an Otto Höller aus Schultheismühle ab. Otto Höller diente 11 Jahre lang als erster Vorsitzender und noch weitere 7 Jahre als zweiter Vorsitzender dem Wohle des Vereins, bevor er 1982 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Eines der wichtigsten Anliegen von Otto Höller war die Erneuerung und Erweiterung des Instrumentariums. Nach und nach, wie es die finanziellen Möglichkeiten des Vereins erlaubten, wurden gute, neue Instrumente angeschafft, wodurch die Stimmung wesentlich verbessert werden konnte. Ein Beispiel für die Erweiterung des Instrumentariums war die Anschaffung eines Fagotts, das damals noch recht selten in Blasorchestern eingesetzt wurde.
ab 1972
1972 wurden die neuen, heute noch getragenen Uniformen, angeschafft. Hauptsächlich finanziert wurde diese Anschaffung durch den Erlös, der durch die erstmalige Unterhaltung einer Bierbude auf der Herbstkirmes erzielt wurde.
Im folgenden Jahr musste der Verein seinen Ehrenvorsitzenden Hugo Bosbach zu Grabe tragen.
ab 1974
Das nächste einschneidende Ereignis in der Geschichte des Musikvereins war das 50-jährige Dirigentenjubiläum von Josef Bosbach im Jahre 1974. Dieses Jubiläum unterstreicht noch einmal besonders deutlich die großen Verdienste des Jubilars. Nach diesem Jubiläum beendete Josef Bosbach seine aktive Tätigkeit als Dirigent und übergab den Dirigentenstab seinem ältesten Sohn Hermann Josef. Mit Hermann Josef stand die vierte Generation der Familie Bosbach aus Reudenbach am Dirigentenpult des Musikvereins “Einigkeit" Olpe. Hermann Josef Bosbach spielte schon lange im Olpener Musikverein. Dadurch, dass er die verschiedensten Instrumente spielte, lernte er nach und nach fast das ganze Instrumentarium eines Blasorchesters kennen. Seine theoretischen Kenntnisse zum Dirigentenamt eignete er sich im Selbststudium an.

Die traditionell vom Musikverein ausgerichtete Herbstkirmes wurde im Rahmen des 50-jährigen Dirigentenjubiläums wieder in einem Festzelt gefeiert, nachdem über 40 Jahre alle Dorffeste im Saale Haasbach stattfanden. Das Festzelt wurde neben der Kirche errichtet, wo die beengten Platzverhältnisse immer eine gemütliche Atmosphäre entstehen ließen.
Ab 1977 wurde dann das Festzelt auf dem neu geschaffenen Dorfplatz aufgebaut. Ein anderes Novum bei der Kirmes 1974 war die von Otto Höller eingeladene Tanzkapelle “Die lustigen Tauferer” aus Südtirol. Diese hervorragende Tanzkapelle spielte mit soviel Erfolg auf, dass sie in den nächsten sechs Jahren für die Herbstkirmes wieder verpflichtet wurde.
1975 übernahm Hans-Otto Bosbach das Amt des ersten Vorsitzenden, er bekleidete dieses Amt bis zum Jubiläumsjahr 1986.
ab 1976
1976, im Jahre des 90-jährigen Vereinsjubiläums, unternahm der Musikverein einen Ausflug nach Freiburg. Dies war der erste mehrtägige Ausflug des Musikvereins. In Freiburg wurde zu einem gemeinsamen Konzert mit dem Blasorchester Freiburg-Zähringen aufgespielt. Organisiert wurden Ausflug und Konzert von Hans-Otto Bosbach, der 1966/67 in Freiburg lebte und im Blasorchester Freiburg-Zähringen Mitglied war. Die freundschaftliche Beziehung zwischen Musikverein “Einigkeit Olpe"” und dem dortigen Blasorchester wurde durch diesen Ausflug vertieft.
Das 90-jährige Jubiläum wurde im Rahmen der Herbstkirmes gefeiert. Der Festkommers fand am Freitag vor Kirmesbeginn statt. Neben dem Musikverein wirkte das Blasorchester Frielingsdorf unter Leitung von Rudi Hommel mit, Sonntagmorgen spielte die Schützenkapelle Wipperfeld zum Frühkonzert. Nachmittags fand ein großer Festzug unter Mitwirkung der Olpener Ortsvereine und der benachbarten Blaskapellen statt. Anschließend sorgte das befreundete Blasorchester aus Nieder-Roden bei Frankfurt für gekonnte Unterhaltungsmusik. Die Verbindung zu diesem Blasorchester wurde von Willi Hachenberg aus Reudenbach hergestellt, der dort mehrere Jahre lebte und auch aktiv im dortigen Blasorchester tätig war.
Innerhalb der folgenden zwei Jahre wuchs die Mitgliederzahl des Musikvereins enorm stark an. 1978 zählte der Verein 47 aktive Mitglieder. 1976 waren es noch 27. Das Durchschnittsalter vom Musikverein lag bei 25 Jahren.
ab 1978
Herbstkirmes (1978) 1978 wurde ähnlich wie zwei Jahre zuvor vom Musikverein ein größerer Ausflug unternommen. In diesem Jahr führte der Ausflug nach Frankfurt Nieder-Roden, zum Gegenbesuch des dortigen Blasorchesters, das in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiern konnte. Der Musikverein Olpe wirkte bei der Jubiläumsveranstaltung durch Konzertbeiträge mit. Im gleichen Jahr besuchte der Musikverein Schenkenzell aus dem Kinzigtal im Schwarzwald die Gemeinde Olpe, ebenfalls durch Vermittlung von Hans-Otto Bosbach. Ein Gegenbesuch konnte in den folgenden Jahren stattfinden.
1981
Mittlerweile hatte sich die musikalische Leistungsfähigkeit des Musikvereins “Einigkeit” weiter verbessert. Diese Tatsache ist auf gute Probenarbeit, aber auch auf die Integration vieler Jungmusiker, die alle schon seit Jahren von Profimusikern ausgebildet wurden, zurückzuführen. Dies war ein wichtiger Grund dafür, dass sich die Musiker des Musikvereins dazu entschlossen, nach einer langen Pause wieder an einem Wertungsspiel teilzunehmen. Dieser Musikwettstreit wurde im Rahmen des Landesmusikerfestes 1981 in Burscheid ausgetragen. Nach intensiver Probenarbeit wurde ein erster Rang in der Mittelstufe erreicht.
Im selben Jahr konnte Ehrendirigent Josef Bosbach seinen 80. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass gestaltete der Musikverein eine Messfeier. Anschließend waren alle aktiven und ehemaligen Vereinsmitglieder ins Gasthaus Haasbach eingeladen.
ab 1982
Wertungsspielen in Burscheid (1982) Der Musikverein, der ja bekanntlich jedes Jahr traditionell die Herbstkirmes ausrichtet, war schon immer bemüht, dieses Fest möglichst attraktiv zu gestalten. Deshalb wurden Jahr für Jahr hervorragende Tanzkapellen, hauptsächlich aus dem Alpenraum verpflichtet. Außerdem war der Musikverein daran interessiert, dem Fest einen volksnahen Charakter zu geben. So entstand 1982 die “Bergische Welle”. Es traten einheimische Kräfte mit Parodien von “Showgrößen” auf.
1984 wurde diese Veranstaltung durch den “Bergischen Komödienstadl” abgelöst, bei dem in Gesangsvorträgen, Tanzeinlagen, kurzen Theaterstückchen usw. einheimisches Brauchtum und bergische Mundart gepflegt wurden. Das Publikum dankte den Fleiß, Mut und Humor der einheimischen Kräfte stets mit großen Besucherzahlen, bester Stimmung und viel Applaus.

Josef Bosbach und seine Gattin feierten 1983 unter Anteilnahme aller ehemals von ihm dirigierten Musikvereine ihre Goldene Hochzeit.

Drei Jahre nach dem Erfolg beim Wertungsspielen in Burscheid stellte sich der Musikverein 1984 erneut einer Jury zur Bewertung. Diesmal fand das Wertungsspielen in Bergisch Gladbach anlässlich des Kreismusikfestes statt. Dort startete der Musikverein eine Klasse höher, in der Oberstufe, und erreichte einen zweiten Rang. In diesem, wie auch im folgenden Jahr konnte der Musikverein bei dem “Affentaler Weinfest” in der Nähe von Bühl in der herrlich gelegenen Ortenau am Westhang des Schwarzwaldes mit Erfolg mitwirken. Der Gegenbesuch der Affentaler Musiker war auf der Herbstkirmes 1987.
1986
Vereinsfoto (1986) Der erste Höhepunkt im Jubiläumsjahr 1986 war das Benefizkonzert des Luftwaffenmusikcorps III unter Leitung von Oberstleutnant Fabry in der Sülztalhalle Kürten. Zu diesem Konzert reiste die Gattin des Bundespräsidenten, Frau Marianne von Weizsäcker auf Einladung des Musikvereins an. Im Laufe des Abends wurde ihr ein Spendenscheck in Höhe von 6.000 DM überreicht zugunsten der unter ihrer Schirmherrschaft stehenden Elterninitiative drogenabhängiger und drogengefährdeter Jugendlicher.
Die nächsten größeren Ereignisse waren das Gemeindemusikfest und das Kreismusikfest in Kürten. Im Rahmen des Kreismusikfestes fand wieder ein Wertungsspielen statt, bei dem der Musikverein Olpe einen zweiten Rang in der Oberstufe erreichte.

Hiermit endet die Darstellung der wichtigsten Geschehnisse in den ersten einhundert Jahren Vereinsgeschichte des Musikvereins “Einigkeit” Olpe. Die darauf folgenden Jahre werden in unserer aktuellen Festschrift behandelt.
  “Musikverein Einigkeit Olpe” e.V. ·|· D-51515 Kürten-Olpe ·|· Mail: Seite zurück Seitenanfang Inhalt